#EVERYNAMECOUNTS
Jugendliche erfassen Namen und Daten von historischen Originaldokumenten und machen so die Schicksale von NS-Verfolgten sichtbar.
Themen
#NS-Verbrechen
#Quellen
#Erinnerung
Dauer
flexibel einsetzbar
(Unterrichtseinheit 90 min)
Richtet sich an
Jugendliche ab
Jahrgangsstufe 9
Benötigtes Material
PC oder Tablet
für jede Peron
#everynamecounts ermöglicht es Schüler*innen, sich aktiv an der Erfassung von Informationen aus historischen Originalquellen zu beteiligen. Die Dokumente der Arolsen Archives geben Hinweise auf die Schicksale von 17,5 Millionen Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden. Es handelt sich um authentische Originalquellen in digitaler Form, anhand derer sich die Verbrechen des NS-Regimes belegen lassen. Durch das Erfassen der darin enthaltenen Informationen tragen die Teilnehmenden dazu bei, die Dokumente im Online-Archiv weltweit zugänglich und durchsuchbar zu machen. So entsteht Schritt für Schritt ein digitales Denkmal für die Opfer und Überlebenden des NS-Regimes.
- Niedrigschwelliger Zugang durch klar geführte Aufgabe (Abtippen von Daten) ohne nötiges Vorwissen.
- Geführtes Lernen (Scaffolding) durch strukturierte Webanwendung
- Entdeckendes Lernen mit Originaldokumenten, das eigene Fragestellungen anregt
- Aktivierung durch Beteiligung an einem realen, gesellschaftlich relevanten Projekt (Online-Archiv / digitales Denkmal)
- Kollaboratives Lernen durch gemeinsame Arbeitsprozesse und kollektive Zielverfolgung in Gruppenaccounts
Einfach
- Woher stammen die Dokumente?
- Wann sind die Dokumente entstanden?
- Welches Schicksal teilen die Menschen, die auf den Dokumenten erfasst wurden?
Mittel
- Wer hat die Dokumente zu welchem Zweck erstellt?
- Wie unterscheiden sich die präsentierten Dokumente von anderen (alltäglichen) personenbezogenen Dokumenten?
Schwer
- Welche Verfolgungswege der dokumentierten Personen können anhand der Informationen nachvollzogen werden?
- An welchen Stellen wird die Logik der Täter/Nationalsozialisten sichtbar und mit welchen entmenschlichenden Kategorien wird gearbeitet?
- Warum ist es wichtig, die Dokumente zu erhalten und zu schützen?
Was sind mögliche Herausforderungen und Schwierigkeiten, die bei der Erkundung der interaktiven Lernmodule auftreten können und wie kann damit umgegangen werden?
Die Arbeit an historischen Primärquellen kann herausfordernd sein. Bestimmtes Vokabular auf den Dokumenten kann unbekannt und ungewohnt sein. Die erfragten Informationen sind teilweise durchgestrichen, korrigiert oder schlichtweg nicht vorhanden. Möglicherweise haben die Schüler*innen zu viel Respekt vor der Arbeit an den Dokumenten und es entsteht die Angst, einen Fehler zu machen. Die Eingaben sind durch ein Qualitätssicherungssystem abgesichert. Daher können die Schüler*innen zum erforschenden Arbeiten ermuntert werden, ohne Angst haben zu müssen, der Arbeit nicht gerecht werden zu können.
Es handelt sich um sogenannte Täterdokumente zu Verfolgung, Lagerhaft und Mord. Eine Identifikation mit den Opfern ist möglich und wird indirekt unterstützt. Schüler*innen sollten jederzeit Gelegenheit bekommen, Abstand von der Datenerfassung zu nehmen. Die dokumentierten Schicksale können emotional verschrecken oder im Zweifelsfall auch überfordern.
Die zugehörige Unterrichtseinheit finden Sie hier.